Interview mit jung& talentiert

Im Jahr 2016 starten die Schwestern Denise und Vanessa Linnemann ihrer Homepage jung&talentiert. Ihr Ziel: Eine Plattform schaffen, die über die Medienwelt, Erlebnisse und Erfahrungen sowie Berufschancen berichtet und aufklärt. Zusätzlich möchten sie Talente vernetzen und vielleicht sogar Jobs vermitteln. Im vergangenen Jahr war jung&talentiert mit einem Stand bei den Open Squares 2017 vertreten.

Open Squares: Über euch selbst schreibt ihr: „Mit der Idee im Jahr 2016 eine Internetseite zum Thema Film- und Medienwelt zu starten, sind wir auf jeden Fall schon einmal nicht die innovativsten Cracks auf dem Gebiet der Onlinekommunikation.“ Ganz schön selbstironisch! Welche Leidenschaft steckt für dich hinter jung&talentiert?

An erster Stelle wollen wir Filmemacher - und ganz besonders alle die es werden wollen - unterstützen. Ihnen eine Plattform geben, unsere Erfahrungen weitergeben. Natürlich wissen wir, dass wir mit jung&talentiert keinen „neuen krassen Scheiß“ erfunden haben. Als wir während unseres Studiums auf der Suche nach Filmprojekten waren, bei denen wir mitmachen konnten oder eben Menschen gesucht haben, die Lust hatten unsere Ideen umzusetzen, da gab es schon Plattformen wie crew-united oder eine Vielzahl von Filmemacher-Facebookgruppen. Trotzdem hat uns das Komplettpaket gefehlt. Eine Seite, die einmal interessante Informationen zusammenfasst, aber auch allen, die Lust haben Filme- und Projekte umzusetzen, die Möglichkeit bietet, sich und ihre Ideen zu präsentieren und sich zu vernetzen. Nachdem wir nach einer intensive Recherche gemerkt hatten, dass es so eine Internetseite wirklich noch nicht gibt, da war schnell eine große Leidenschaft da, dann doch so eine Seite selbst auf die Beine zu stellen. Das ist die Entstehungsgeschichte von jung&talentiert – sehr kurz gefasst.


OS: Im vergangenen Jahr habt ihr eure Plattform jung&talentiert sehr interaktiv auf den Open Squares vorgestellt. Was konnten die Besucher an eurem Open Square entdecken und tun?

Wir haben uns das Thema „Spaß in Serie“ überlegt. Wir sind große Serienfans, aber man muss leider sagen, dass der deutsche Serienmarkt nicht gerade voll ist mit guten Formaten. Wir haben uns 2017 viel mit dem Thema deutsche Serie befasst. Unter anderem auch deshalb, weil wir bei „Cash&Quote“, einen Contest des ZDF-Formates ZDI zum Thema Serienformat, mit gemacht hatten. Wir selbst haben natürlich unsere Vorstellungen, wie eine gute Serie auszusehen hat. Viel interessanter ist es, herauszufinden, was sich andere unter einer guten Serie vorstellen. Da eine gewöhnliche Umfrage etwas langweilig ist, haben wir uns für die Open Squares überlegt, dass die Besucher mit Hilfe verschiedener Kostüme und einer Vielzahl von Requisiten einmal ihre Vorstellung einer perfekten Serie darstellen konnten. Die Kostüme waren aus Pappe gelasert, zudem hatten wir Hüte, Ketten, Schals und Schminke. Zusätzlich waren wir mit einem Polaroid-Drucker vor Ort, sodass die Ergebnisse direkt als Erinnerung mitgenommen werden konnten.

OS: Ich habe immer nur lachende Gesichter gesehen, wenn ich bei euch vorbeikam. Sowohl eure als auch die der Besucher. Ihr scheint viel Spaß gehabt zu haben! Was war für dich das Highlight des Tages?

Ja, das stimmt! Wir hatten einen großartigen Tag. Daher gab es auch nicht ein Highlight des Tages. Der gesamte Tag war ein einziges Highlight. Wir wussten nicht, was uns erwartet und ob unsere Idee angenommen werden würde. Sich zu verkleiden ist nicht jedermanns Sache und wir wussten daher nicht, wie unser Stand besucht sein würde. Als es dann losging, war es von der ersten Minute an großartig. Wir hatten tolle Momente mit den Festivalbesuchern. Es gab einen richtigen Ansturm, wodurch uns leider schon am Nachmittag die Polaroids ausgegangen waren. Trotzdem konnte man sich natürlich noch verkleiden und geschminkt werden, was auch super angenommen wurde.

OS: Was ist denn nun das Ergebnis eurer Aktion bei den Open Squares vom letzten Jahr? Wie würde die perfekte deutsche Serie aussehen? Oder kann man das doch nicht so pauschal sagen?


Nein, DIE perfekte Serie gibt es natürlich nicht. Die Geschmäcker sind ja sehr verschieden. Wir haben die Open Squares auch mehr dafür genutzt einen Eindruck zu gewinnen, als eine Endlösung zu finden. Wir hatten sehr interessante Gespräche. Zusammenfassend könnte man sagen, egal was es für eine Story ist, sie sollte konsequent erzählt werden.

OS: In diesem Jahr habt ihr mir schon verraten, dass ihr euch wieder bei den Open Squares bewerben werdet. Was hat euch beim letzten Mal so davon überzeugt? Warum passen die Open Squares und jung&talentiert so gut zusammen?

Ja, wir sind schon fleißig am planen, wie wir dieses Jahr unser Open Squares Zelt gestalten werden. Was uns davon überzeugt hat auch in diesem Jahr bei den Open Squares teilnehmen zu wollen, war die großartige Stimmung am Festivaltag auf dem Gelände im letzten Jahr. Das klingt jetzt abgedroschen, aber wir haben nur freudige Gesichter gesehen an diesem Tag und hatten wunderbare Begegnungen an unserem Zelt. Das Open Source ist ein tolles Festival. Die Galopprennbahn ist eine spannende Location, weitläufig und für die ganze Familie geeignet und auch mit dem Line-up zeigt ihr in jedem Jahr ein echt gutes Gespür. Die Open Squares passen perfekt zum Festival. Ich denke was die Open Squares und jung&talentiert verbindet, ist auch mal über den Tellerrand zu schauen und abseits der üblichen Wege zu stöbern. So wie ihr mit der sipgate Young Talent Stage und den Open Squares Nachwuchstalenten und Kreativen eine Plattform bietet, möchten wir eine solche Plattform für den Filmnachwuchs sein.

OS: Ich bedanke mich für deine Zeit und das Gespräch!

Wir sagen Danke!