Interview mit null22eins

Der artishocke e. V. aus Köln verfolgt seit etwa 7 Jahren ein Ziel: Mit seinem ehrenamtlich gestalteten Magazin das Printangebot mit qualitativ hochwertigem und kreativem Inhalt statt Werbeanzeigen zu bereichern. Das Magazin null22eins stellt junge Künstler vor, zeigt innovative Konzepte auf und möchte Kooperationen anregen sowie Vernetzung fördern. Bisher sind insgesamt 19 Ausgaben, beginnend mit Ausgabe #00, erschienen. Warum die Open Squares eine passende Plattform für den Verein sind, verrät uns Miriam Barzynski von null22eins im Interview.

Open Squares: Erst kürzlich ist die Ausgabe #18 von null22eins erschienen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie viel Arbeit hinter so einem Magazin steckt. Wie sieht eure ehrenamtliche Arbeit daran aus? Und vor allem: Wie finanziert ihr dieses Projekt?

Wir als Verein verstehen uns als dynamisches Netzwerk, aus dem sich ehrenamtlich Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen wie z.B. Text, Illustration, Fotografie, bildende Kunst, Musik, Gestaltung und Layout an der Entstehung einer Ausgabe beteiligen. Jeder bringt sich hier eigenverantwortlich ein. In der Regel treffen wir uns ein Mal in der Woche, in heißen Phasen auch öfter, z.B. wenn wir Korrektur lesen. Die Finanzierung ist hier natürlich immer ein Thema: In der Regel brauchen wir vier bis fünf ein- und zweiseitige Anzeigen, um die Druckkosten zu decken. Die Akquise nimmt aber so viel Zeit in Anspruch, dass es strukturell oft schwierig ist, genug Anzeigen für eine Ausgabe zu bekommen. Wer uns unterstützen möchte, kann das natürlich immer auf dem Weg einer Spende machen - hier hilft uns jeder kleine Beitrag. Wie das geht steht auf unserer Homepage.

OS: Kannst du nochmal in deinen Worten beschreiben, wofür das null22eins Magazin steht? Was sind eure Ziele und was bedeutet die Arbeit an dem Magazin für dich persönlich?

Unser Magazin ist eigentlich das visuelle Produkt unserer Vereinsarbeit: es entsteht durch unser Netzwerk - wir möchten eine Plattform bieten für das kulturelle Leben in Köln und so auch Off-Themen oder kleineren Institutionen die Möglichkeit geben, gesehen zu werden. Oft bekommen wir die Rückmeldung, dass Leser so neue Dinge und Orte entdecken, von denen sie gar nicht wussten, dass sie existieren. In Köln passiert kulturell auch viel unter dem Radar - das Ziel ist für uns, gegenseitige Unterstützung zu fördern und diese Veränderungen und Lebhaftigkeit zugänglich zu machen und eine Ressource zu bilden, aus der jeder schöpfen kann. Das ist, neben der guten Zeit, die wir während der Arbeit für den Verein und das Magazin haben, auch für mich persönlich einer der wichtigsten Punkte.

OS: Insgesamt ward ihr bereits zwei Mal als Teilnehmende bei den Open Squares mit einem kreativen Pop Up Stand vertreten. Im vergangenen Jahr habt ihr gemeinsam mit den Besuchern Kreativität erforscht. Wie sah das genau aus?

Unsere Idee war es, dass die Besucher des Festivals ihren kreativsten Ort auf einer Tafel darstellen und sich gemeinsam mit dem Ergebnis fotografieren lassen. Hier gab es keine Grenze - ob es nun die eigene Dusche ist, unter der man die meiste Inspiration bekommt oder aber ein Club, Café, eine Stadt oder ein Plätzchen am Rhein ist. Das Ergebnis dieser interaktiven Aktion gibt es nun in der aktuellen Ausgabe #18 zu sehen.

OS: Hast du ein persönliches Highlight dieses Festival Tages in Erinnerung? Ich erinnere mich auf jeden Fall noch gut an eure total ansteckende Motivation und gute Laune, die ihr an dem Tag im Gepäck hattet!

Ja, ich erinnere mich auch in erster Linie an die gute Stimmung: die Sonne schien, die Leute waren gut gelaunt und es war eine schöne Atmosphäre - auf der einen Seite unseres Standes haben Kinder gebastelt, auf der anderen hatten die unterschiedlichsten Menschen Spaß daran, einzeln oder in Gruppen ihren kreativsten Ort darzustellen.

OS: Ihr habt mir im Voraus bereits verraten, dass ihr euch auch in diesem Jahr wieder bewerben werdet, um am 14. Juli 2018 mit einem Open Squares Stand auf dem Open Source Festival dabei zu sein. Was hat euch so sehr davon überzeugt, ein drittes Mal am Start zu sein?

Wir haben positive Erfahrungen gemacht und da uns der Netzwerk-Gedanke selbst so wichtig ist, liegt es nahe, so eine Möglichkeit wie die Open Squares wahrzunehmen, bei denen so viele Menschen aufeinander treffen und sich austauschen können.

OS: Gibt es schon einen kleinen Einblick in eure Pläne für das Standkonzept mit dem ihr euch bewerben möchtet? Oder ist das noch eine Überraschung? :-)

Überraschung!


OS: Vielen Dank für das Gespräch! Wir wünschen euch viel Erfolg bei der Bewerbung!